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Pressemitteilung – Symbolischer Spatenstich in Sterkrade am Sophie-Scholl-Gymnasium

Startschuss für einen zukunftsfähigen Schulstandort in Sterkrade

Symbolischer Spatenstich in Sterkrade – rund 16 Millionen Euro für Neubau und anschließende Umbauten im Bestand

Am Sophie-Scholl-Gymnasium in Sterkrade beginnt ein bedeutendes Bauprojekt für den Oberhausener Bildungsstandort: Mit dem symbolischen Spatenstich ist der Startschuss für den Erweiterungsneubau gefallen. Die Schule erhält dringend benötigte zusätzliche Räume und wird zugleich baulich und funktional für die Anforderungen der kommenden Jahre weiterentwickelt. Mit dem Erweiterungsneubau am Sophie-Scholl-Gymnasium investiert die Stadt ganz konkret in die Zukunft und in den Bildungsstandort Sterkrade. Mit diesem Bauprojekt schafft die Stadt zusätzlichen Raum und stärkt den Schulstandort nachhaltig.

Für den Erweiterungsneubau und die anschließend vorgesehenen Umbauten im bestehenden Schulgebäude sind insgesamt 16,4 Millionen Euro brutto vorgesehen.

Bedarf:

Das Sophie-Scholl-Gymnasium hat derzeit mehr als 1.300 Schülerinnen und Schüler. Alleine die Rückkehr zu G9 hat die Schule um zusätzlich 180 Schülerinnen und Schüler vergrößert. Die Anmeldezahlen sind seit Jahren steigend, sodass in den vergangenen vier Jahren insgesamt dreimal eine Mehrklasse eingerichtet wurde. Der daraus resultierende zusätzliche Raumbedarf wird durch diesen Erweiterungsneubau noch nicht abgedeckt, sondern berücksichtigt zunächst die durch die Rückkehr zur G9 erforderliche Erweiterung.

Der Neubau wird dreigeschossig und als treppenförmiges Gebäude errichtet. Insgesamt entstehen zwölf zusätzliche Klassenräume, ein Selbstlernzentrum, ein Lese- und Lernbereich sowie ein Büro.

Im Erdgeschoss sind sechs Klassenräume, ein Lese- und Lernbereich und die Toilettenanlagen vorgesehen. Im ersten Obergeschoss entstehen vier weitere Klassenräume und ein Selbstlernzentrum. Im zweiten Obergeschoss sind zwei zusätzliche Klassenräume sowie ein Büro geplant.

Dabei geht es nicht allein um zusätzliche Quadratmeter: Der Neubau soll auch neue Möglichkeiten für Lernen, Kommunikation und Aufenthalt schaffen. Sogenannte „Study-Boxes“ und „Windows-Seats“ schaffen kleinere Lern- und Arbeitsbereiche auch außerhalb der Klassenräume.

„Schule ist heute weit mehr als ein Ort, an dem Unterricht stattfindet“, sagt Jürgen Schmidt, Beigeordneter für den Bereich Schule. „Schülerinnen und Schüler verbringen einen wesentlichen Teil ihres Tages in der Schule. Deshalb brauchen sie Räume, die unterschiedliche Formen des Lernens, aber ebenso Begegnung, Zusammenarbeit und Rückzug ermöglichen. Der Erweiterungsneubau schafft dafür moderne und flexible Rahmenbedingungen und trägt damit zu einer zeitgemäßen Lern- und Aufenthaltsqualität bei.“

Bedeutung aus Sicht der Schulleitung:

Herr Dr. André Remy: „Seit 2013 warten wir auf den dringend benötigten Schulraum. Die starke Nachfrage unseres Bildungsangebotes am Sophie-Scholl-Gymnasium durch die Oberhausener Familien in den zurückliegenden Jahren hat die prekäre Raumsituation weiter verschärft. Daher sind wir als Schulgemeinschaft dem Schulträger sehr dankbar, dass hier nun zeitnah ein pädagogisch wegweisender Erweiterungsneubau entsteht. Wir freuen uns darauf, dass unsere Schülerinnen und Schüler hier in Zukunft unter guten Rahmenbedingungen lernen können. Die beträchtliche Investition in den Bildungsstandort Sterkrade ist gleichzeitig eine – aus unserer Sicht – sehr wichtige Investition in die Zukunftsfähigkeit unserer Stadtgesellschaft“.

 

Gestaltung

Das vom Architekturbüro BST Architekten entwickelte Konzept verbindet die notwendige Erweiterung mit einer besonderen architektonischen Lösung. Der dreigeschossige Neubau wird seitlich mit dem Trakt des ehemaligen Hauptschulgebäudes verbunden.

Eine über die gesamte Gebäudetiefe geplante Freitreppe führt auf die Dachfläche des Erdgeschosses. Die Dachflächen des Neubaus werden als zusätzliche Schulhofflächen nutzbar sein. Zwischen den beiden Läufen der Freitreppe sind Sitzstufen vorgesehen, die als Aufenthaltsbereiche dienen können.

Da sich das Sophie-Scholl-Gymnasium in einem dicht bebauten Umfeld befindet, stehen nur begrenzte Erweiterungsflächen zur Verfügung. Der Neubau wird deshalb überwiegend auf dem bestehenden Schulgrundstück errichtet. Ergänzend kann ein kleiner Teil des angrenzenden Grundstücks des Gesundheitsamtes genutzt werden.

Projektleitung

Für die SBO Servicebetriebe Oberhausen bedeutet das Bauvorhaben eine komplexe Aufgabe: Planung, Schule, Verwaltung, Politik und weitere Beteiligte müssen eng zusammenarbeiten. Gleichzeitig gilt es, die Anforderungen an Qualität, Termine, Kosten und einen funktionierenden Schulbetrieb miteinander in Einklang zu bringen.

Florian Reeh, Betriebsleiter der SBO Servicebetriebe Oberhausen und Projektverantwortlicher für das Bauvorhaben, sieht darin eine besondere Verantwortung:

„Ein Bauprojekt dieser Größenordnung ist immer eine anspruchsvolle Gemeinschaftsaufgabe. Bei voraussichtlich 35 Baugewerken, die an der Realisierung und Umsetzung beteiligt sind, wird deutlich, wie viele Fachdisziplinen und Akteure hier zusammenwirken. Umso entscheidender ist, dass alle Beteiligten von der Planung bis zur Fertigstellung eng zusammenarbeiten und die verschiedenen Anforderungen frühzeitig zusammengeführt werden.
Unser Ziel ist deshalb nicht nur, den Erweiterungsneubau termingerecht und in hoher Qualität umzusetzen. Wir wollen einen Schulbau realisieren, der dauerhaft funktioniert, flexibel nutzbar ist und den Schülerinnen und Schülern einen echten Mehrwert bietet. Die Verbindung aus zusätzlichen Klassenräumen, modernen Lernbereichen und neuen Aufenthaltsmöglichkeiten macht den Neubau zu einem wichtigen Baustein für die langfristige Entwicklung des Schulstandortes.“

Neuordnung im Bestand

Der Erweiterungsneubau ist zugleich Voraussetzung für die anschließende Neuordnung des bestehenden Schulgebäudes. Nach derzeitiger Planung soll der Neubau im Frühjahr 2029 fertiggestellt sein. Danach können die vorgesehenen Umbauten im Bestand beginnen.

Im Mittelpunkt steht dabei insbesondere die Schulverwaltung. Der bestehende Verwaltungsbereich soll entkernt und unter Einbeziehung des angrenzenden Klassentraktes neu aufgeteilt und erweitert werden. Das aktuell auf 32 Lehrkräfte ausgelegte Lehrerzimmer wird dadurch dem Bedarf der 104 am Sophie-Scholl-Gymnasium arbeitenden Lehrerinnen und Lehrer angepasst.

„Der Neubau ist nicht nur eine Erweiterung, sondern der entscheidende erste Schritt für die umfassende Weiterentwicklung des gesamten Schulstandortes“, erläutert Michael Jehn, Beigeordneter für die städtischen Immobilien und die SBO Servicebetriebe Oberhausen. „Mit der Fertigstellung des Erweiterungsgebäudes schaffen wir den notwendigen Spielraum, um anschließend auch den Bestand neu zu ordnen und an die heutigen Anforderungen anzupassen. So entsteht Schritt für Schritt ein Schulstandort, der baulich, funktional und in seiner Aufenthaltsqualität langfristig zukunftsfähig aufgestellt ist.“

Veröffentlicht unter Aktuelles, Newsletter, Pressemitteilungen, SBO